, Salonen Patrick

Herren 2 - wenn am Schluss nur das Resultat zählt!

Die 2. Ligisten von VOPAP schlagen MS Lerbermatt in einem knappen und dramatischen Spiel mit 3:2 (25:23; 17:25; 14:25; 29:27; 15:12). Somit beendet das Team die Vorrunde auf Platz 6, vier Punkte vom zweiten Platz entfernt und acht Punkte vor dem direkten Abstiegsplatz.

 

Nach dem verlorenen Spiel gegen Uni Bern war nur kurz Trübsal-Blasen angesagt. Einerseits mussten wir eingestehen, dass Uni an diesem Tag besser war, andererseits stand ein sehr wichtiges Spiel auf dem Programm. MSL war direkter Tabellennachbar mit nur einem Punkt Vorsprung auf uns. Und mit Marc Seiler spielt ein Spieler beim Gegner, welcher uns im Mai überraschend verlassen hat.
Wir mussten gestern auf Schulz (Verletzt) und Koller (Geschäftsanlass) verzichten. Ebenso fehlte Leu aus persönlichen Gründen. 
 
In der kalten, eher kleineren Halle angekommen, sahen wir einige bekannte Gesichter. Beim letzten Spiel eines VOPAP-Herren-Teams in dieser Halle, wurde der vorzeitige Aufstieg in die 1. Liga bewerkstelligt (vor ca. 7 Jahren). Nach diversen Niederlagen in den Jahren zuvor, war dies damals der erste Auswärtssieg gegen dieses Team. Und, ein Grossteil der gegnerischen Spieler von damals war gestern wieder dabei. Auf unserer Seite waren mit Cataldi, Zimmermann und Salonen nur noch drei Spieler der Aufstiegssaison mit von der Partie.
Nach intensivem Einwärmen, Einspielen und Einshmashen konnte es endlich losgehen. Und es ging gut los. Innert kürzester Zeit führten wir mit 11:2. Vor allem dank starker Services konnten wir zu Beginn richtig viel Druck aufbauen. So fühlten wir uns wohl etwas zu sicher, als dann der Gegner auch mal von der Grundlinie agieren konnte. Und unsere Annahme wankte schon innert kurzer Zeit gewaltig. Trotzdem schafften wir immer mal wieder das Sideout, so dass wir uns jeweils wieder ein bisschen Luft verschaffen konnten. Aber es war brutal mühsam zu Punkten zu kommen, da MSL sehr stark verteidigte. Wir benötigten praktisch immer mehrere Versuche um den Ball zu Boden zu bringen. Und der Gegner kontrollierte die Bälle in der Defense zusehends besser, was dann auch in einer höheren Quote in der Punkteausbeute zu sehen war. Es wurde eng. Sehr eng. Schlussendlich konnten wir von unserem sehr grossen Vorsprung nur deren zwei Punkte über die Ziellinie retten. Aber was solls, gewonnen ist gewonnen! 
 
Uns war aber bewusst, dass wir MSL so richtig ins Spiel gebracht hatten mit unserer Baisse nach gutem Start. Ziel war es auf allen Positionen mehr Druck zu erzeugen, so dass in dieser kleinen Halle auch mal eine Defense nicht mehr zu retournieren wäre. Wie soll ich das jetzt schreiben ohne zu negativ zu klingen?! "Problem erkannt, Lösung sehr mangelhaft" trifft es vielleicht. Wir wurden von A-Z zerpflückt in diesem Satz. 17:25 das klare Resultat.
 
"Problem erkannt, da noch klarer ersichtlich, Lösung diesmal sehr, sehr mangelhaft"... Lassen wir diesen Satz... 14:25 das noch klarere Resultat!
 
In der Satzpause war das Stimmungsbarometer nun trotz kalter Halle relativ erhitzt. Zimmermann erläuterte uns den Masterplan für Satz vier. Da wir in der Mitte kaum einen Punkt verbuchen konnten, sollte das Spiel fortan über die beiden gut aufgelegten Aussenangreifer Zimmermann und Gerber sowie über Dia Cataldi laufen. Nun ja einen Versuch war es wert, standen wir schliesslich mit dem Rücken zur Wand. Wir spielten stabiler und konnten über weite Strecken das Sideout halten. Dennoch spielte der Gegner noch etwas stabiler und war uns trotzdem mit drei Punkten entwischt. Beim 21:24 standen wir nun plötzlich hinter der Wand... Und plötzlich erwachte der lange Zeit verschollene Kampfgeist wieder. Punkt um Punkt verringerten wir den Rückstand und glichen aus. Kurze Zeit später war es ein Ball im Aus, welcher uns den Satzausgleich bescherte. 29:27, nichts für schwache Nerven!
 
Der Masterplan schien auf zu gehen. Einzig der schier unüberwindbare Block von Salonen wurde nach wie vor zu oft überwunden. Daran galt es noch zu arbeiten. Der Entscheidungssatz begann ausgeglichen. Das Score schaukelte sich abwechselnd in die Höhe. Mit 8:7 hatten wir beim Seitenwechsel die Nase leicht vorn und wir konnten noch auf 9:7 erhöhen, bevor MSL wieder ein Sideout gelang. Den Vorsprung gaben wir aber nicht mehr her und konnten durch einen weiteren wuchtigen Abschluss von Gerber den 15:12-Satzsieg feiern!
 
 
 
Die Stimmung nach dem Spiel war etwas surreal. Einerseits war da die Freude über das gewonnene Spiel, andererseits konnte sich niemand so richtig erklären warum wir gewonnen hatten. Zu schwach war unsere Performance spielerisch, aber auch geistig in den Sätzen 1.5 bis 3.7... Die insgesamt knapp zwei Sätze, welche wir als Team gut gespielt und um die Bälle gekämpft hatten, reichten gestern zum Sieg. Im Fussball wäre es wohl der berühmte Penalty in der 95. Minute, nachdem der Gegner vier mal den Pfosten getroffen hat, gewesen. Egal, wir nehmen selbstverständlich auch diese zwei Punkte sehr gerne mit nach Hause :-)
 
Zu erwähnen bleibt noch die Fairness, welche MSL insbesondere bei ungeahndeten Touché's an den Tag legte! Gegen einen anderen Gegner wäre das Spiel gestern um einiges hitziger geworden.
 
 
Bevor es dann ans Liedli-Singen und Päckli-Auspacken geht, wartet noch der Viertelfinal im Kantonalcup auf uns. Der Gegner wird das Regiovolleyteam sein, was sich ganz gut trifft. Mit diesem Gegner ist auf unserer Seite noch eine Rechnung offen...

 

 

Unser endgültig letztes Spiel im 2019 findet am Donnerstag, 19. Dezember 2019 um 20:30 Uhr im Rain, Ittigen statt. Kommt vorbei und geniesst die letzte Darbietung von Volley Hollywood Papiermühle im 2019!! 

 

 

 
MS Lerbermatt vs. VOPAP H2 2:3 (23:25 / 17:25 / 14:25 / 29:27 / 12:15)

 

Für VOPAP spielten:

Philipp Gerber; Dave Zimmermann; Aaron Friedli; Dominic Schmutz; Joel Perret; Joel Schöni (Libero); Timo Rieder (Libero); Christian Cataldi (Captain); Patrick Salonen

 

es fehlten: Marcel Koller, Yves Leu

 

Coach: Dennie Schulz