, Salonen Patrick

Herren 2 geht erneut über die volle Distanz - weiterhin erfolglos...

Das zweite Herrenteam von VOPAP tut sich zu Saisonbeginn schwer, und muss gegen Regiovolley die zweite 2:3-Niederlage (25:17; 20:25; 14:25; 25:20; 13:15) innert zwei Tagen einstecken. 

 

Nach dem Auftaktspiel vom Samstag war man sich einig, dass in dieser Saison der eine oder andere Sieg erkämpft werden kann. Mit dem Regiovolley kam ein Team zu Besuch, welches wir nicht so ganz einschätzen konnten. In den vergangenen 1. Liga Zeiten hatten wir stets Mühe uns gegen sie durchzusetzen. Letztes Jahr in der 3. Liga gelangen dem Herren 2 von Regiovolley gerade mal 16 Punkte im ganzen Spiel gegen uns. Wir waren gespannt...

 

Das erste Ziel dieses (turbulenten) Abends war es ein Team-Bild zu schiessen. Da sich VOPAP als moderner Verein versteht, haben wir selbstverständlich auch gleitende Arbeitszeiten. So kam es, dass Schöni erst etwas später einstempelte. Egal. Alle drauf, alles scharf, passt!
Nach dem Einwärmen waren wir dann bereit um dem Gegner zu zeigen, dass wir in dieser Liga schon richtig sind. Mit Koller auf dem Pass und Friedli über Aussen gingen wir mit einer leicht veränderten Startaufstellung ins Spiel. Zudem waren mit Schöni und Leu zwei weitere Spieler im Kader. Leu übernahm den Libero-Posten.
Das Spiel plätscherte zu Beginn etwas vor sich hin. Kein Team konnte sich richtig absetzen. Auf gute Aktionen folgten postwendend doofe Fehler, so dass das Niveau doch noch ausbaufähig war. Ein erstes Ausrufezeichen setzte Friedli mit zwei Service-Winnern, welche uns etwas Fahrt aufnehmen liessen. Fortan waren wir das aktivere Team und gewannen folgerichtig den Startsatz mit 25:17.
 
In der Satzpause war man sich auf unserer Seite einig, dass die Leistung noch nicht das Gelbe vom Ei war. Dennoch hatte man gewonnen und war auch irgendwie zufrieden. Das Spiel nahm auch im zweiten Satz nicht merklich an Fahrt auf. Wir spielten gut mit, konnten aber weitgehend keine Akzente setzen. Eine kleine Serviceserie von Regiovolley brachte uns dann etwas aus dem Gleichgewicht. Beim Stand von 17:21 sollte unsere zweite Auszeit uns den Ernst der Lage bewusst machen. Leider blieb auch dieses taktische Mittel ohne Erfolg. Mit 20:25 mussten wir dem Gegner den Satz überlassen.
 
Mit der Startaufstellung des Aeschi-Spiels ging es in den dritten Satz. Und wir konnten uns sogleich mit drei Punkten absetzen. Leider sind bei uns drei Punkte zu Beginn kein Garant auf einen Satzsieg, und so sahen wir uns schon bald mit einem 5:11-Rückstand konfrontiert. Ungenauigkeiten in der Annahme liessen unsere Angriffsbemühungen meistens im Keim ersticken. Regiovolley kämpfte sich ins Spiel, und plötzlich gelang ihnen alles was zuvor nicht klappen wollte. Ein Übertritt des Gegners mit Berührung von Cataldi, sowie eine sehr kreative Entscheidung der Schiedsrichterin war dann der Beginn fataler Ereignisse. Zuerst kassierten wir eine gelbe Karte, da man auf unserer Seite nicht wahrhaben wollte, dass wir durchaus auf 4,50m ein Blocktouché kassieren können. Danach stempelte, dank gleitender Arbeitszeit in einem modernen Verein, Cataldi aus und verschwand in der Dunkelheit. Schöni übernahm die undankbare Aufgabe nach diesem Fauxpas auf Dia. So richtig überraschend dürfte es jetzt nicht sein, wenn ich erwähne, dass wir nicht eben besser spielten nach dieser Situation. Mit 14:25 gab es für uns dann auch nichts zu holen in diesem Satz.
 
Wollten wir nicht ohne Punkte bleiben, war nun etwas Kreativität gefordert. Diese folgte im Entscheid, den bis vor kurzem angeschlagenen Schöni mit Zimmermann auf Dia zu ersetzen. Vorerst schien die Kreativität nicht unsere Stärke zu sein. Regiovolley - immer noch im Flow - setzte uns arg zu. Nachdem wir schon mit fünf Punkten hinten lagen, war es Gerber, welcher von der Grundlinie aus Druck am Service aufbauen konnte. Siehe da, plötzlich wackelte die Regio-Psyche und wir konnten auf- und überholen. Das Momentum hatte sich innerhalb weniger Punkte auf unsere Seite geschlagen. Mit guter Stimmung und einigen sehenswerten Aktionen kämpften wir uns zurück ins Spiel und ergatterten mit dem 25:20 zumindest einen Punkt.
 
Wie gewonnen, so zerronnen. In etwa so könnte man den fünften Satz bis zum Stand von 7:14 zusammenfassen. Eine ungenügende Leistung in der Annahme verhinderte ein halbwegs geordnetes Spiel auf unserer Seite. Und dann, ganz unverhofft, kam unsere immer mal wieder aufblitzende Kreativität zum Vorschein. Wenn die Annahme nicht funktioniert, dann umgehen wir diese doch einfach, in dem wir selber servieren. Wer wäre da besser geeignet als unser Motivator Gerber. Wie schon im Satz zuvor bröckelte die Regiovolley-Fassade plötzlich gewaltig! Gute Services, aber auch erfolgreiche Block-Arbeit und unmotivierte Angriffe des Gegners liessen uns wieder hoffen. Schlussendlich entschied beim Stand von 13:14 ein starker Block von Regiovolley das Spiel.

 

Da war ja wieder mal richtig was los bei Volley Hollywood Papiermühle! Wie schon angekündigt, Spektakel garantiert! Unglaublich aber wahr, wir schaffen es schon im zweiten (!) Saisonspiel uns so aufzuregen, dass noch nicht sicher ist ob schon Spieler aus dem Team-Bild retuschiert werden müssen... Bleibt zu hoffen, dass wir uns wieder finden und uns in Zukunft ohne grobe Eskapaden mal ein bisschen mehr aufs Volleyballspielen konzentrieren können.

 

Am Samstag, 2. November 2019 werden wir um 15:00 Uhr bei unserem Cup-Lieblingsgegner Münchenbuchsee antreten. Bis dahin probieren wir die Wogen zu glätten, um dann auf dem Feld in spielerischer Hinsicht etwas Spektakel bieten zu können!

 

 

 
VOPAP H2 vs. Regiovolley 2:3 (25:17 / 20:25 / 14:25 / 25:20 / 13:15)

 

Für VOPAP spielten:

Philipp Gerber; Dave Zimmermann; Aaron Friedli; Dominic Schmutz; Dennie Schulz; Joel Perret; Yves Leu (Libero); Christian Cataldi (Captain); Joel Schöni; Marcel Koller; Patrick Salonen

 

es fehlten: Timo Rieder

 

Coach: Christian Cataldi, Dave Zimmermann