, Salonen Patrick

Das Herren 2 kam, sah und siegte leider nicht...

Das 2. Liga-Team von VOPAP startete heute gegen den VBC Uni Bern in die neue Spielzeit. Mit einer 1:3-Niederlage (13:25; 25:16; 22:25; 19:25) glückte der Auftakt definitiv nicht wie gewünscht, oder vielleicht mehr erhofft.

Es sind spezielle Zeiten in denen wir im Moment leben. Dies bezogen auf die Pandemie, welche uns seit jetzt dann bald zwei Jahren zu ungewohnten Dingen zwingt, andererseits mag ich mich kaum mehr daran erinnern, dass wir jemals durchgehend so wenige Spieler in den Trainings hatten.

 
Zumindest heute aber konnten wir vollzählig antreten und so trafen wir uns kurz nach Mittag vor der Unisporthalle ein. Kurz durchzählen ob wirklich alle da sind? 7 - in Worten: SIEBEN - Spieler da, alles klar - vollzählig! In der Garderobe wurden noch kurz die Lizenzen mit unseren Beauty-Gesichtsbildern gepimpt, und schon konnte es in der Halle losgehen. Unser Gegner war wie nicht anders zu erwarten mit viel Personal, mit einigen wenigen altbekannten Spielern, aber auch mit ganz vielen neuen Gesichtern am Start. Nun gut, es sind auch schon knapp zwei Jahre her seit dem wir uns das letzte Mal gegenüber standen. Genügend Zeit um am Team rum zu basteln. Wir lieben diesbezüglich eher die Konstanz mit einem leichten Trend zur Abnahme. Einwärmen, Einspielen und Einsmhashen gelangen uns ganz gut, da waren kaum Unterschiede auszumachen.

Mit grosser Vorfreude und bei einigen mit zittrig-nervösen Händen starteten wir in den ersten Satz seit einem Jahr, und dies gar nicht mal so schlecht. Als das Team welches seine Services übers Netz brachte gingen wir rasch 2-3 Punkte in Führung. Geht ja! Nach einigen Servicefehlern fing der Gegner nun auch an Aufschläge so zu spielen, dass wir bei Aufschlag Uni am Spiel teilhaben durften. Nach einer (sehr) kurzen Phase auf Augenhöhe, ja so richtig Volleyball mit Sideoutspiel und so, waren die gegnerischen Aufschläge wieder so, dass wir nicht mehr so richtig am Spiel teilnehmen konnten. Diesmal allerdings punktete, im Gegensatz zum Beginn als wir von ihren Fehlern profitierten, vor allem Uni mit ihren Services. Gelang uns ein Spielaufbau nach Lehrbuch kam ein weiteres Hindernis (oder Ärgernis) dazu, welches wir aus dem Training nicht so recht kannten - der Block... Ich mag den Satz nicht länger beschreiben als dieser gedauert hat. Uni hat ohne zu glänzen 25:13 gewonnen. Wir machten es ihnen aber definitiv viel zu leicht.
 
Mit dem Gefühl kalt geduscht worden zu sein machten wir uns auf zur Resultatkorrektur. Mittlerweile mit Zimmermann für Friedli auf dem Feld, gelang es uns dem Gegner von Anfang an mit gutem Sideoutspiel und vermehrt auch starken Blocks Paroli zu bieten. Wir waren nun im Spiel angekommen und eine Service-Serie von Gerber zementierte dieses Gefühl. Kämpferisch waren es einige Schippen welche wir seit dem Ende des ersten Satzes draufgelegt haben. Die paar Punkte die wir in Führung lagen verunsicherte den Gegner zusehends. So konnten wir den Vorsprung noch etwas ausbauen und den Satz verdient mit 25:16 für uns entscheiden. Voilà, geht ja!
 
Die Gewissheit, dass wir das eigentliche Kerngeschäft nicht verlernt haben, liess uns optimistisch auf den Beginn des dritten Satzes schauen. Und anders als in Satz eins entwickelte sich ein munteres 2. Liga-Spiel auf Augenhöhe. Auch wenn Uni mal 1-2 Punkte weg war konnten wir das Score mit druckvolleren Aufschlägen postwendend korrigieren. Als beide Teams 17 Punkte auf dem Konto hatten, zog der Gegner leicht davon. Begünstigt von zwei leichtfertigen Fehlern nach guter Defensearbeit war unser Drive etwas abhanden gekommen. Wir probierten zwar noch einmal ran zu kommen, aber Uni Bern machte seine Sache gut und so mussten wir uns mit 22:25 geschlagen geben.
 
Anders als nach dem ersten verlorenen Satz waren wir uns jetzt aber sicher, dass wir das Blatt noch einmal wenden können. Frische Kräfte (tönt gut, aber eigentlich war es frische Kraft) in Form von Friedli für Gerber sollte uns noch einmal zu einem Höhenflug verhelfen. Ein Höhenflug benötigt etwas Thermik, welche wir an diesem Nachmittag aber nicht mehr finden sollten. Uni zog mit ein paar Punkten davon. Anders als im ersten Satz wussten wir immer wieder mit gefälligen Szenen zu glänzen. Alles in allem waren es aber zu wenige solcher Momente um das Ruder noch einmal rumreissen zu können. Den Schlusspunkt setzte dann noch eine Show-Einlage der älteren Generationen, welche wohl problemlos in "Pleiten, Pech & Pannen" aufgenommen werden könnte zum finalen 19:25 für den Gegner.

 
Nach dem Spiel war die Stimmung gedämpft aber nicht völlig desolat. Wir haben uns sicher etwas mehr erhofft, und in diesem Wort liegt einiges versteckt. Mit relativ dünner Personaldecke und ständigen Absenzen liessen wir Vorbereitungsturniere und Trainingsspiele aus. Satz eins heute war für uns wie in anderen Jahren der erste Satz morgens um 08:30 Uhr an einem Vorbereitungsturnier, mit dem Unterschied, dass dort jeweils beide Teams kaum wissen was sie zu sechst auf dem Feld anstellen sollten. Deshalb war es wohl auch ein Hoffen, dass es schon irgendiwe klappen wird. Was uns für die nächsten Spiele Grund zur Hoffnung gibt ist die Tatsache, dass es neben dem Katastrophe-Start auch durchaus gute Szenen gab. Wir wissen was wir zu tun haben, hinken im Zeitplan einfach etwas hinter her. Wichtigste Erkenntnis heute: Wir wissen eigentlich schon wie Volleyball geht ;-)

 

Am 30. Oktober 2021 empfangen wir um 18:00 Uhr mit Volero Aarberg einen eigentlichen Aufsteiger, diesmal zu Hause im Altikofen. Mit Aarberg verbinden uns verbitterte Fights um den Aufstieg in spielerischer wie in kommunikativer Hinsicht. Für Spannung dürfte gesorgt sein.

 

 
VBC Uni Bern vs. VOPAP H2 3:1 (25:13 / 16:25 / 25:22 / 25:19)

 

Für VOPAP spielten:

Philipp Gerber; Dave Zimmermann (Coach); Dominic Schmutz; Joel Perret; Christian Cataldi (Captain); Aaron Friedli; Patrick Salonen

 

es fehlten: Joel Schöni (abwesend), Dennie Schulz (abwesender)

 

Coach: Dave Zimmermann