Herren 2 verliert in Langenthal zwei Punkte
Nachdem wir am Samstag mit dem RTS einen direkten Konkurrenten um die Plätze an der Sonne schlagen konnten, stand nun schon am Dienstag der nächste und vorerst letzte Spitzenkampf an. Mit Langenthal stand uns sicherlich der Gegner gegenüber, welcher uns von den drei Spitzenspielen der letzten Wochen am wenigsten liegt. Im Normalfall mit sehr wenigen Fehlern im Spiel und einer wirklich herausragenden Defense scheinen die Punkte gegen Langenthal jeweils deutlich härter erkämpft. Neben den in den Ferien weilenden Baggiolini und Etienne, fehlte auch Gunesh.
In Langenthal angekommen eröffnete uns Coach Brütsch seinen Plan «in die Zukunft zu schauen», was bedeutet, dass er primär mit den Jungtalenten starten wollte. Somit war Captain Weber der einzige Spieler auf dem Feld, welcher das Millenium nicht nur aus den Geschichtsbüchern kennt. Beim Gegner schien es genau andersrum – die meisten Spieler dürften bei der Jahrtausendwende auch schon im besten Volleyballalter gewesen sein. Das Spiel fing ausgeglichen an, wobei wir immer wieder den einen Fehler zu viel produzierten. Mit der Zeit summierte sich dies zu einem Rückstand, welcher den Doppelwechsel (ja, genau der gleiche wie im Spiel zuvor) zur reiner Resultatkosmetik werden liess. Mit 19:25 mussten wir die Satz pause als Verlierer antreten.
Mit Gerber und Salonen gesellten sich im zweiten Satz dann doch zwei ältere Gspändli zu Captain Weber. Mit guten Services und einer stabilen Annahme konnten wir den Gegner nun doch auch unter Druck setzen. Auch in der Verteidigung waren wir hellwach, was uns den einen oder anderen Breakpoint brachte. Mit Schöni, wieder als Aussenangreifer registriert, war dann auch etwas fürs Auge auf unseren 81m2 Volleyballfeld. Keiner trägt die Nummer 15 mit mehr Sex-Appeal. Nach zwei Eigenfehlern bei Satzball kam uns das Heimteam noch einmal etwas näher, bis Schöni mit einem sauberen Blockout-Schlag den Satz zum 25:22 beendete.
Wer nun dachte, dass wir endgültig eingestempelt hätten, sollte diesen Abschnitt überspringen. Zu Beginn starteten wir gut in den Satz. Danach kamen einige schwarze Minuten in unserer Annahme. In der Statistik des zweiten Satzes war zu sehen, dass unser Libero Martin mehr Bälle zuspielte als Zuspieler Salonen, was kaum für eine genügende Annahmequalität sprach. Auch Spielerwechsel und zwei Timeouts brachten nicht den gewünschten Turnaround. Zumindest wussten wir nach den Auszeiten was zu tun wäre, wenn wir dann wieder mal an den Service kommen würden ;) Dies geschah nur leider zu selten, so dass wir den Satz klar mit 14:25 den Langenthalern überlassen mussten.
Brütsch setzte jetzt wieder auf die Jugend, was sich in dieser Phase als richtig zeigen sollte, zumal man bei den routinierteren Spielern auf der anderen Seite des Netzes doch den einen oder anderen Fehler in Folge des Fitnesszustandes ausmachen konnte. Wir waren den ganzen Satz über am Drücker und konnten diesen dann auch klar mit 25:15 für uns entscheiden.
Zumindest gingen wir nicht ohne Punkte nach Hause, was nach dem Katastrophensatz zuvor alles andere als sicher war. Im Entscheidungssatz war Langenthal aber das wachere Team. Brütsch verzichtete auf Wechsel und so hatten wir schon bald mal nicht mehr allzu viel mit dem Ausgang des Spiels zu tun. Mit 9:15 mussten wir dem Heimteam schliesslich zum Sieg gratulieren.
Die Enttäuschung war uns sichtlich anzusehen nach dem Spiel. Der Spielverlauf war komisch, aber gegen Langenthal eigentlich typisch. Wir hatten schon so viele Spiele in welchen die Sätze sich abwechselten, was den Sieger betraf. Die Jungmannschaft konnte sich nach holprigem Start während des Spiels doch noch in Szene setzen, auch wenn es am Schluss nicht gereicht hat. Hätte uns vor zwei Wochen jemand angeboten gegen die Top-3 der Liga sechs von neun möglichen Punkten mitzunehmen – wir hätten wohl angenommen.
Diesen Samstag haben wir nun spielfrei, bevor es dann am 21. Februar um 17:30 Uhr im Altikofen zum Duell mit den Studenten von Uni Bern kommt.
VBC Langenthal vs. VOPAP H2 3:2 (25:19 / 22:25 / 25:14 / 15:25; 15:9)
Für VOPAP spielten:
Martin Weber (Captain); Marco Schopfer; Joel Schöni; Damian Baumgartner; Jari Baumann; Philipp Gerber; Jan Winkelmann; Ruslan Hnatyschin; Patrick Salonen; Levi Martin (Libero)
es fehlten: Liridon Berisha (am rappen); Jan Baggiolini, Laurent Etienne (Ferien); Abdulrauf Gunesh
Coach: Laurent Brütsch