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Herren 1 entscheidet Spitzenkampf in extremis mit 3:2 für sich!

Salonen Patrick 07.12.2013

Das Herren 1 dreht das Spiel gegen den VBC Spiez nach einem 0:2 Satzrückstand in extremis. Das Spiel war geprägt durch viele Gehässigkeiten auf beiden Seiten, welche die inexistenten und schwachen Unparteiischen mit teilweise sehr phantasievollen Entscheiden nicht gerade entschärften. Schlussendlich konnte Vopap mit den Emotionen etwas besser umgehen und gewann das Spiel mit 3:2.

Die Spiele gegen Spiez sind immer etwas besonderes. Es gab noch nie eine Partie, in welcher nicht Emotionen aufkamen. So wussten wir was heute zu erwarten war - ein emotianales Spiel gegen einen guten Gegner, und das Ganze drehte sich um den Platz an der Sonne in unserer 2. Liga Meisterschaft. Spiez hatte nach der Niederlage zu Beginn der Saison keine Punkte mehr liegen lassen. So kam es, dass sie heute als Leader bei uns auflaufen konnten, wenn auch nicht nach Verlustpunkten. Wollten wir als Tabellenführer in die Weihnachtspause waren wir heute aber gefordert.

 

In Satz eins war Spiez aber die wachere Mannschaft. Sie powerten gleich von Beginn weg los. Bei uns war alles etwas gemächlicher, was sich dann auch in einem gewaltigen Rückstand wiederspiegelte. Die Schiedsrichter pfiffen, um es noch nett auszudrücken, nicht sooooo gut, was uns zusätzlich langsam aber sicher vom Fokus weg brachte. Wir verloren den Startsatz sang und klanglos mit 17:25!

Oha! jetzt war eine Reaktion gefordert. Die Spiezer nahmen nun auch langsam Fahrt auf, und sahen bei jedem Ball fortan ein Touché, welches sie dann auch lauthals reklamierten. Gepaart mit der immer noch passiven Leistung des Schiri-Gespanns, verzettelten wir uns wieder in zu vielen Nebenschauplätzen. So war es dann auch nicht weiter verwunderlich, dass wir auch in diesem Satz mit dem Rücken zur Wand standen. Spiez gewann auch Durchgang zwei mit 21:25.

Mit der Wut im Bauch starteten wir in Satz drei! Nun waren auch wir emotional im Spiel angekommen, und teilten auch verbal einiges aus. Mal traf es die Spiezer, mal den Schiri, welcher je länger das Spiel dauerte hilfloser wirkte. Was von aussen wie ein grosser Hick-hack ausgesehen haben muss, brachte uns aber zurück ins Spiel. Wir kämpften wieder und feierten unsere Punkte nun auch frenetisch. Mit 25:22 konnten wir diesen Satz gewinnen und ein Lebenszeichen von uns geben.

Uns war klar, dass wir mit einem weiteren Satzgewinn noch alle Karten in unseren Händen hätten was Platz 1 in der Tabelle anbelangte. Wir kämpften weiter, das Spiel war weiterhin gehässig und engagiert. Wir schafften es auch in diesem Satz einen kleinen Vorteil für uns heraus zu spielen. Dies reichte um den Satz mit einem umjubelten 25:21 für uns zu entscheiden.

Im Entscheidungssatz konnten wir bald mit einigen Punkten vorlegen. Bei 10 Punkten hatte uns Spiez aber schon fast wieder eingeholt. Anders als in den ersten beiden Sätzen behielten wir nun aber einen kühlen Kopf. Ein weiterer krasser Fehlentscheid zu Ungunsten von Spiez brachte uns dann endgültig auf die Siegerstrasse. Mit 15:9 behielten wir die Oberhand.

 

Es war zweifelsohne ein Spitzenkampf! Den zahlreichen Zuschauern wurde von zwei gleich starken Teams einiges geboten. Die ganzen Gehässigkeiten waren sicherlich mit etwas Abstand betrachtet weitgehend kindergartenreif. Dennoch gaben gerade diese dem Spitzenkampf seine Würze. Es bleibt zu hoffen, dass die Akteure (alle, hüben wie drüben) die überbordenden Emotionen etwas in den Griff bekommen, so dass wir in der Rückrunde von einem Volleyballspiel sprechen können, und nicht nach dem Spiel mit den Gegnern noch lange diskutieren müssen, um uns überhaupt wieder die Hand schütteln zu können. Ein grosser Dank gilt unserer Coacheuse Annic Berset, welche es super verstand, den tobenden Mob in die richtigen Bahnen zu lenken!!

Noch ein Wort zu den Unparteiischen, deren Leistung im Bericht nicht gerade mit lobenden Worten beschrieben wurde. Selbst wenn wir mit 0:3 verloren hätten, wären sicherlich nicht die Schiedsrichter an dieser Niederlage schuld gewesen. Die agressive Atmosphäre wäre aber durch souveräne Spielleiter um einiges besser in den Griff zu bekommen gewesen. Schade, wenn beim Spiel 1. gegen 2. die Schiedsrichter nicht dem Niveau des Spiels genügen...

 

Wir spielen nächsten Mittwoch, 11. Dezember 2013 noch auswärts gegen das Schlusslicht den VBC Thun. Wir wollen die Vorrunde und das Jahr 2013 mit einem Sieg abschliessen, und werden so sicherlich alles tun um 3 Punkte aus dem Oberland zu entführen.

 

VOPAP vs. VBC Spiez 3:2 (17:25 / 21:25 / 25:22 / 25:21 / 15:9)

Für Vopap spielten:

Dave Zimmermann; Michael Batt; Benedikt Wenk; Simon Friedli; Simon Mosimann; Marc Seiler; Christian Tschanz; Patrick Salonen

Abwesend: Manuel Schmid (Militär); Tino Jenal (irgendwo im Heidi-Land)

Coach: Annic Berset