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Matchbericht Vopap NLB vs. Servette

Samuel Guéra 28.10.2018

Wie bereits in den Spielen zuvor haben die Vopaper – der Schreiberlingneuzugang Bürgi hat diesen Begriff kurzum neu erfunden, wobei ich doch eher zu Vopapler tendiere – rotiert auf den Positionen. Unser Junior Andrea war das Wochenende wieder am Bielersee im Einsatz, wodurch der Volleyballdinosaurier Guéra, der älter tut als er ist, sein Debut in der Mitte geben konnte. Schmid stand wie schon im Oberwallis auf Dia, wo er bereits eine Woche zuvor den verletzten Kissling ersetzte. Auch zu letzterem gibt es Neuigkeiten. Er sei auf dem Weg der Besserung und unterziehe sich in London, im oder um das Wembley Stadion, einer Erholungskur zwecks schnellerer Genesung.


Neben den Rotationen auf dem Platz wurden erneut die Spielernummern vertauscht. Dies, sowie die Pseudonyme auf den Trikots (Bürgi alias Friedli und Stadelmann alias Eichenberger), ist unserer Strategie, die Statistiker der Gegner zu verwirren, geschuldet und hat nichts mit einer Warteschlange in der Druckerei zu tun. So, fertig mit dem Vorspiel.


Wir erwarteten bei unserem ersten echten Heimspiel (das erste fand im Exil in Mürren statt) ein feuriges, chronisch kartengefährdetes Genf. Auf das mit der Kartengefährdung kommen wir dann noch zurück. Da könnte man sich geirrt haben.


Beide Teams hatten zu Matchbeginn etwas Mühe, die Fehlerquote tief zu halten. Es bahnte sich ein ruhiges Spiel mit Vorteilen für uns an. Ab Satzmitte hatten wir rund 5 Punkte Vorsprung, was wir souverän verwalteten und mit 25:20 den Satz holten. Wir hätten gerne so weitergespielt – der neutrale Zuschauer hoffte berechtigterweise auf mehr Action.


Und das kriegte er. Die Genfer fanden nun in ihr Spiel, es war knapp und nun definitiv Zunder in der Partie (wie es sich doch eigentlich gehört). Bei 22:20 wäre es unser Anspruch gewesen, den Sack zuzumachen. Anstattdessen kriegten wir 4 Punkte in Serie und mussten zwei Satzbälle abwehren (der Schreiberling persönlich musste da servieren und er kann dir hier versichern, dass er das nicht so gerne macht). Wie auch immer, wir wehrten zuerst zwei und dann noch einen dritten Satzball ab und wuselten uns mit 31:29 durch.


Nachvollziehbar war nach diesem heissen Satz die Betriebstemperatur bei beiden Teams erreicht. Doch während die Genfer sich abgeklärt fokussieren konnten, überhitzte bei uns die Maschinerie. So holten wir uns gerade serienweise eine Privataudienz beim Schiedsrichter, davon nicht alle auf Einladung, woraus die ersten Karten der Saison resultierten. Wenig überraschend ging dieser Satz mangels Fokussierung verloren. Nach 20:17 machten die Genfer dieses Mal 6 Punkte in Serie, was wir dann doch nicht mehr drehen konnten: 22:25.


Es ist Coach Hauri zuzuschreiben, dass wir aus diesem bösen Loch wieder herausfanden. Er verstand es, die positiven Vibes in uns zu wecken und entgegen doch einiger Widerstände den Fokus auf unser Spiel zu lenken. Analog zum ersten Satz waren wir stets vorne und zogen das Ding souverän durch: 25:22.


Am Schluss folgt hier kein Telegramm – der Bericht ist eh schon zu lange – du kannst aber auf den Link klicken zum Matchblatt