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Herren 2 erstmals ohne Punkte

Salonen Patrick 02.12.2019

Das zweite Herren Team verliert gegen ein starkes Uni Bern mit 1:3 (25:22; 23:25; 20:25; 18:25). Somit bleibt das Team um Coach Zimmermann das erste Mal in dieser Meisterschaft ohne Punkte.

 

Nach dem Kampf-Pflicht-Sieg von letztem Wochenende sah man sich auf Platz vier der Tabelle wieder. Eine nicht ganz untrügerische Momentaufnahme, da alle Teams immer noch durch sehr wenige Punkte von einander getrennt sind. Aber wir haben uns nach Anlaufschwierigkeiten mit zuletzt zwei Siegen in Folge etwas Luft verschafft. Nach dem Aeschi-Spiel war aber auch allen klar, dass es in dieser Woche um einiges schwieriger werden würde. Mit Uni Bern kam der Leader nach Worblaufen zu Gast.   
 
Als die Damen in ihren Spielen nach langem Hin- und Her die Segel strichen, war alles bereit um unser Können gegen die Studenten zu präsentieren. Wobei der Anzahl mit gereister Eltern zu Folge waren wohl noch nicht einmal alle im Studenten-Alter. Kurz und gut, die waren mit wenigen Ausnahmen jung. Wir hingegen waren mit wenigen Ausnahmen nicht ganz so jung. Aber genau eine dieser Ausnahmen wollte es gegen seinen Stammverein wissen. Und so kam es, dass der erste Satz, was den Topscorer betrifft, praktisch eine reine Familienangelegenheit zwischen Cataldi und Perret war. Perret, der Uni-Junior, punktete durch die Mitte am laufenden Band. Wir waren in diesem Satz mehrheitlich in Führung. Zwischenzeitliche Probleme in der Annahme konnten wir mit starken Services (noch) wieder gut machen. So kamen wir zu mehreren Satzbällen. Dem Ersten, noch sauber im Einer-Block versenkten, folgte ein Schulz-Hammer durch die Mitte, welcher den 25:22-Satzsieg besiegelte.
 
Die Stimmung war gelassen und wir stiegen mit lachenden Gesichtern in den zweiten Satz. Ich weiss nicht ob wir immer noch lächelten, aber beim 2:7 bestand Gesprächsbedarf an der Seitenlinie. Wir kämpften uns in der Folge wieder etwas ran. Aber als wir bei zwei Punkten Rückstand angekommen waren, quittierten wir wieder den Dienst. Ungenaue Annahmen warfen uns immer wieder zurück. Mit zwei guten Serviceserien konnten wir uns aber im Spiel halten. So kam es, dass wir in der Money-Time immer noch in Schlagdistanz waren. Und die Ballwechsel wurden intensiver und umkämpfter. Am Ende waren die Gäste einen Ticken entschlossener und gewannen den zweiten Durchgang mit 23:25.
 
Das Lächeln aus der ersten Satzpause wich nun einem eher nachdenklichen Gesichtsausdruck. Ohne Aussetzer in der Annahme wäre der zweite Satzsieg absolut drin gelegen. Eine Tatsache die den einen oder anderen von uns wohl etwas grübeln liess. Wir grübelten munter weiter, sprachen etwas mit dem Schiri, sahen etwas Farbe von eben diesem, und trafen uns beim 1:6 wieder zum Gespräch an der Seitenlinie. Personelle Korrekturen waren nun angebracht, so übernahm Koller auf dem Pass und wenig später kam Schöni für Gerber ins Spiel. Unser Spiel stabilisierte sich nun zusehends wieder etwas. Der grosse Vorsprung von Uni schmolz. Eine schlechte Annahme war der Ausschlag, dass Friedli für Zimmermann ins Spiel kam. Friedli brauchte wenig Anlaufzeit, und punktete gegen seinen Ex-Verein munter drauf los. So waren wir pötzlich wieder bis auf einen Punkt dran. Aber irgendwie schien dies bei uns niemand so richtig zu realisieren. Anstatt noch einmal richtig auf die Tube zu drücken, nahmen wir eher einen Gang raus. Und so wurde aus dem offenen 17:18, eine doch noch klare 20:25 Satzniederlage. Autsch!
 
Es benötigte weitere Korrekturen, wollte man(n) nicht das erste Mal ohne Punkte ins Bett. Eine dieser Korrekturen betrafen unsere beiden Liberos, welche in Satz vier nicht mehr zum Einsatz kamen. Irgendwie mussten wir es schaffen unsere Annahme zu stabilisieren. Zu Beginn des Satzes schien diese Massnahme zu fruchten. Wir liessen Uni nicht mehr als zwei Punkte Vorsprung zu. Allerdings hatten wir immer mehr Mühe unsere Bälle zu direkten Punkten zu machen. Der Gegner hatte mit Diagonal-Angreifer Wenger den überragenden Spieler des Abends in seinen Reihen. Ihn bekamen wir, mit Aushnahme eines (in Zahlen: 1) Killerblocks, nicht in den Griff. Auch in diesem Satz fiel unsere Annahme leider wieder etwas auseinander, was unser Spiel durchschaubar machte. Mehrmals mussten sich die Angreifer gegen Dreierblocks behaupten, was nicht immer gut ging. Salonen versuchte mit Risiko die Mitte einzusetzen, um etwas unberechenbarer zu werden, was aber schlussendlich auch nur einzelne Nadelstiche bedeuteten. So mussten wir den letzten Satz mit 18:25 unseren souverän spielenden Gästen überlassen.
 
 
 
 
Schluss, aus, vorbei!! Nach dem Spiel waren wir uns nicht so ganz einig darüber was in den letzten knapp anderthalb Stunden passiert war. Einerseits standen wir heute dem klar stärksten Gegner der bisherigen Saison gegenüber. Wir wussten im Vorfeld, dass es ganz schwer werden würde. Andererseits zeigten wir immer wieder, dass wir auch mitspielen konnten, wenn wir unsere Fehler, insbesondere in der Annahme, auf ein Mindestmass reduzieren konnten. Somit schmerzt die Niederlage vielleicht trotzdem etwas mehr, als sie es tun sollte.
 
Wir haben nun knapp zwei Wochen Zeit, um im Training noch ein paar Sachen anzuschauen, bevor es gegen MSL in das wichtige letzte Spiel der Vorrunde geht.

 

 

Unser letztes Spiel findet am Freitag, 13.12.2019 um 20:00 Uhr in der Turnhalle Morillon gegen den Tabellen-Nachbarn MS Lerbermatt statt. Nach der Arbeit noch etwas Spektakel von Volleyball Hollywood Papiermühle geniessen, und dann weiter zum Glühwein. Komm vorbei! 

 

 

 
VOPAP H2 a vs. VBC Uni Bern 1:3 (25:22 / 23:25 / 20:25 / 18:25)

 

Für VOPAP spielten:

Philipp Gerber; Dave Zimmermann; Aaron Friedli; Dominic Schmutz; Dennie Schulz; Joel Perret; Yves Leu (Libero); Timo Rieder (Libero); Christian Cataldi (Captain); Joel Schöni; Marcel Koller; Patrick Salonen

 

es fehlten:

 

Coach: Dave Zimmermann