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Herren 2 mit bestechender Konstanz - wieder 2:3-Niederlage...

Salonen Patrick 05.11.2019

Die 2. Liga-Herren verlieren auch das vierte Spiel dieser Saison mit 2:3 (18:25; 25:14; 25:16; 18:25; 7:15). Somit hat das Team um Captain Cataldi in jedem Spiel gepunktet, aber auch in jedem Spiel zwei Punkte liegen lassen. 

 

Nach dem Frust-Spiel von letztem Samstag, in welchem uns der 3:0-Sieg geklaut wurde, galt es nun am Montag gegen das routinierte Team des VBC Langenthal wieder voll anzugreifen. Keine einfache Aufgabe, so war mit Langenthal der Ligameister der letzten beiden Jahre bei uns zu Gast. Allerdings starteten auch die Oberaargauer verhalten in die neue Saison, was bei uns gewisse Hoffnungen aufkeimen liessen.  
 
Coach Zimmermann nahm sich vor im ersten Satz den Spielern eine Chance geben, welche in Münchenbuchsee wenig oder gar nicht zum Zug kamen. Dies bedeutete, dass das Durchschnittsalter auf VOPAP-Seite deutlich gesenkt wurde. Dass diese Aufstellung eine gewisse Anlaufzeit benötigt war einkalkuliert. Und so liessen wir uns nicht aus dem Konzept bringen, als Langenthal mit einigen Routiniers auf dem Feld zu Beginn den Ton angab. Beim Stand von 6:6 sah es aus, als ob dieser Prozess erstaunlich schnell abgeschlossen werden konnte. Leider hatten wir uns etwas zu früh gefreut. Langenthal spielte konstant auf gutem Level und wir liessen uns etwas einschüchtern. So wurde unser Spiel zusehends ungenauer und Passeur Koller musste seine Qualitäten als Mittelstrecken-Läufer unter Beweis stellen um die Bälle verteilen zu können. Aber auch das half nichts. In dieser ersten Phase konnte/wollte niemand so richtig Verantwortung übernehmen, was dann immer wieder in einfachen Punkten für den Gegner gipfelte. Mit 18:25 war das Verdikt klar ausgefallen.  
 
Für den zweiten Satz ersetzte die alte Garde in Form von Zimmermann, Gerber (ja auch er ist alt) und Salonen die Jungspundte. Mit Perret konnte sich aber auch das Nesthäckchen aufs Feld gesellen. Und diese Wechselorgie schien ihre Wirkung nicht zu verfehlen. Mit druckvollem Spiel im Angriff und grossem Kampfgeist in der Verteidigung konnten wir den etwas verblüfften Gegner zurückdrängen. Schon bald führten wir mit einem komfortablen Vorsprung. Immer wieder konnten wir gerettete Bälle direkt in Punkte verwandeln, teilweise auch aus schier unmöglichen Positionen. Gerber setzte dann mit einer Service-Serie den Schlusspunkt. Mit 25:14 hatten wir uns spektakulär zurückgemeldet.  
 
Somit war allen klar, dass wir mit diesem Gegner durchaus mithalten konnten. Diese Gewissheit wollten wir auch gleich weiter ausnützen. Salonen servierte zum 3:0 und auch danach konnten wir den Druck wie im Satz zuvor aufrecht erhalten. Weiterhin gelang es uns immer wieder Bälle in der Defense auszugraben und diese dann im Gegenzug zu verwerten. Einziger Wehrmutstropfen in dieser Phase war, dass wir primär über Aussen und Dia agierten. Dies aber sehr erfolgreich. Das Zusammenspiel in der Mitte war gestern aber ganz klar ausbaufähig. Mit 25:16 konnten wir auch in diesem Satz ein klares Zeichen setzen.  
 
In zwei der bisherigen drei Spiele waren wir mal mit 2:1 Sätzen in Front. Um nicht wieder als Verlierer vom Feld zu gehen mussten wir an der Leistung der der beiden Sätze zuvor anknüpfen. Guten Mutes starteten wir also in den vierten Satz. Langenthal hatte sich zwischenzeitlich auch wieder etwas gefangen und legte zu Beginn mit ein paar Punkten vor. Da es aber nie mehr als drei Punkte waren gerieten wir nicht in Panik, was uns vielleicht mehr geholfen hätte. So spielten wir ruhig unser Spiel weiter, allerdings mit fortlaufender Dauer immer ungenauer. Erschwerend kam hinzu, dass die Protagonisten im Angriff langsam aber sicher in den konditionell orangen Bereich kamen. So blieben Bälle, welche in den Sätzen zwei und drei Punkte waren an der Netzkante hängen oder landeten knapp neben der Linie. Auch im Block sahen wir zusehends schlechter aus. Aus dem nicht tragischen 3-Punkte-Rückstand entwickelte sich zum Schluss ein klarer 18:25-Satzsieg für die Gäste.  
 
Und wieder ein 5. Satz…! Entgegen den bisherigen Entscheidungssätzen, welche alle äusserst knapp abgegeben wurden, waren gestern unsere Köpfe nicht mehr bereit. Die Performance erinnerte von der Leistungsbereitschaft stark an das Ende des ersten Durchgangs. Beim Seitenwechsel (4:8) ersetzte Koller Salonen um im Block noch einmal den einen oder anderen Breakpunkt buchen zu können. Leider verletzte dieser sich schon beim zweiten Spielzug, so dass es den Rückwechsel gab. Ums kurz zu halten, wir schenkten Langenthal den 5. Satz praktisch. Mit 7:15 war dieses Mal nichts mehr zu holen.  
 
 
 
Die Konstanz siegte auch in diesem Spiel. Einerseits die konstantere Spielweise von Langenthal anderseits die konstante Art und Weise wie wir Satzführungen nicht in Siege ummünzen!
 
Ganz so dramatisch sollte man das Ganze allerdings nicht sehen. Klar ist es ärgerlich. Aber es musste jedem Teammitglied zu Beginn der Saison klar sein, dass unser Team in der neuen Zusammensetzung einen Reifeprozess durchleben muss. Mit der Umschulung eines Passeurs auf die Aussenposition und jungen Spielern, welche noch nicht auf diesem Niveau gespielt haben haben wir uns keine leichten Aufgaben aufgebürdet.
Unter diesen Umständen ist es erfreulich, dass wir gegen jedes Team mithalten konnten, und mit etwas mehr Routine oder Cleverness auch hätten gewinnen können. Wir haben vier Punkte und das ist besser als nichts. Aber wir wollen mehr! Unser Ziel muss es sein, dass wir die Generation welche den Jahrtausendwechsel im Babywagen erlebten soweit bringen, dass sie ihr durchaus üppig vorhandenes Potential, in den wichtigen Momenten aufs Parkett bringen. Aber wir wären nicht Volley Hollywood Papiermühle wenn uns dies nicht auch noch gelingen würde! Zum Schluss ein Kompliment an die beiden Unparteiischen. Das war eine wirklich wohltuend feine Leistung gestern! Gerne wieder :-)

 

 

Weiter geht es am 16.11.2019 um 18:00 Uhr im Altikofen. Zu Besuch wird Oberdiessbach sein. Ein Team welches wir sehr gut kennen, so standen wir uns die letzten beiden Jahre im Cupfinal gegenüber. Beide Male mit dem besseren Ende für die Emmentaler. Zeit dies zu ändern!

 

 

 
VOPAP H2 vs. VBC Langenthal 2:3 (18:25 / 25:14 / 25:16 / 18:25 / 7:15)

 

Für VOPAP spielten:

Philipp Gerber; Dave Zimmermann; Aaron Friedli; Dominic Schmutz; Dennie Schulz; Joel Perret; Timo Rieder (Libero); Christian Cataldi (Captain); Joel Schöni; Marcel Koller; Patrick Salonen

 

es fehlten: Yves Leu

 

Coach: Christian Cataldi, Dave Zimmermann