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Herren 2 schlägt Münchenbuchsee 3:0, bekommt aber trotzdem nur einen Punkt!

Salonen Patrick 02.11.2019

Das Herren 2-Team muss sich, nach Spektakel von der kuriosen Sorte, erneut mit nur einem Punkt begnügen. Gegen den Leader Münchenbuchsee verlor das Team von Coach Zimmermann mit 2:3 (26:24; 6:25; 25:15; 21:25; 13:15). 

 

Nachdem Volley Hollywood Papiermühle im letzten Spiel einiges an Material für die Klatschspalten der einschlägigen Magazine lieferte, beruhigte sich die Situation zusehends. Mit Münchenbuchsee stand unser Lieblingsgegner in der 2. Liga gegenüber. Lieblingsgegner deshalb, weil wir die letzten beiden Jahre jeweils im Cup-Halbfinal gegen dieses Team gewinnen konnten, als unterklassiges Team notabene. In diese Spielzeit sind die beiden Teams aber sehr unterschiedlich gestartet. Wir liessen dem Gegner bisher den Vortritt, was mit zwei Punkten belohnt wurde. Buchsi konnte alle Spiele souverän gewinnen und steht mit dem Punktemaximum an der Tabellenspitze. Somit waren wir einmal mehr die Underdogs...

 

Wir starteten nicht optimal in den ersten Satz. Buchsi spielte munter auf, und wir spielten einigermassen mit. Ohne grössere Löcher in der Annahme aber dennoch mit mit einem 3-Punkte-Rückstand ging es in die entscheidende Phase. Und plötzlich war VOPAP hellwach. Wir verteidigten um einiges besser, servierten druckvoller und auch unser Block fand den Zugriff aufs Spiel immer besser. Auf der Zielgerade überholten wir den Gegner und sicherten uns somit den ersten Satz mit 25:23.
 
Auch in Satz zwei vorerst kein anderes Bild. Buchsi, wohl im Stolz des Leaders verletzt, konnte wieder etwas vorlegen. Wir spielten nach wie vor ohne grössere Baustellen, aber punktemässig einfach mit kleinem Abstand. Mitte Satz ersetzte Perret Schmutz in der Mitte. Und wie im Satz zuvor spielten gegen Ende des Satzes wieder wir gross auf, und Buchsi wirkte irgendwie eingeschüchtert. So war es ein Angriffsfehler des Gegners, welcher den zweiten Satz mit 25:23 zu unseren Gunsten entschied... dachten zumindest alle.
 
Mit der 2:0-Satzführung im Rücken war es an der Zeit neues Personal zu bringen. So verteilte von nun an Koller die Bälle. Aber noch bevor der Satz begonnen hat, gab es plötzlich regen Betrieb beim Schreiber-Tisch. Nach einigen verwirrenden Momenten war klar, dass Perret anscheinend nicht auf dem Matchblatt stand. Aus irgend einem unerklärlichen Grund notierten die Schreiberinnen den nicht anwesenden Leu auf dem Matchblatt, den anwesenden Perret aber nicht! Cataldi überprüfte zwar vor Anpfiff die Anzahl Spieler, prüfte aber deren Namen nicht. Und zu aller Letzt glichen die Schiedsrichter die Lizenzen nicht mit den anwesenden Spielern ab. Fakt war, jede Partei hatte irgendwie ein bisschen Schuld. Aber nun musste eine Lösung her, um weiter spielen zu können. Einen Kuhhandel später, wie man ihn sonst nur vom Basar kennt, mussten wir Buchsi den zweiten Satz abtreten (unglaublich aber wahr)!!! Mit einer Ausnahme schien dies drüben niemandem so richtig recht zu sein. Aber was solls?! Wir starteten mit der Wut im Bauch sehr gut in den dritten Satz. Schon sehr bald waren wir einige Punkte davon gezogen. Der Gegner, wohl immer noch irritiert über den geschenkten Satz, machte in dieser Phase sehr viele Eigenfehler, welche wir dankend entgegen nahmen. Mit 25:15 gewannen wir auch den dritten Satz - und wären eigentlich fertig gewesen...
 
Somit mussten wir Überzeit schieben und einen vierten Satz spielen. Die Chance vier Sätze in einem Spiel zu gewinnen war dann aber so verlockend, dass wir den Frust bei Seite schieben konnten. Vom Gegner kam jetzt auch wieder etwas mehr. Sie wollten sich anscheinend nicht mit einem geschenkten Satz zufrieden geben. Wir unsererseits hatten in diesem Abschnitt wohl unsere schwächste Phase, wenn man dies dann so betiteln mag. Der Gegner hatte einfach die Nasenspitze immer etwas vorne, und wir konnten zwar immer wieder aufschliessen, aber nicht überholen. So kam es wie es kommen musste, und Buchsi glich zum 3:1, eh 2:2 aus...
 
Verärgert über die liegen gelassenen Punkte stiegen wir in den fünften Satz. Und dies denkbar schlecht! Mit 0:4 mussten wir die Buchsianer davon ziehen lassen. Ein paar Punkte später hatten auch wir eingestempelt und glichen aus. Zum Seitenwechsel kam es dann mit einer VOPAP-Führung, welche wir auf zwei Punkte ausbauen konnten. Das feuchte Klima zollte aber seinen Tribut, und so war es ein durchgerutschter Pass von Salonen, welcher die Wende einläuten sollte. Auch in diesem Spiel kamen wir bis auf einen Punkt an den Gegner ran. Für mehr reichte es aber einmal mehr nicht.

 

Nach dem Spiel hing der Haussegen natürlich gewaltig schief über dem Tempel von Volley Hollywood Papiermühle! Das dritte Spiel in dieser Meisterschaft, welches mit 2:3 und einem extrem knappen Endresultat im 5. Satz zu Ende geht. Die Art und Weise war natürlich überaus ärgerlich. Was bleibt ist die Gewissheit, dass wir um einiges stabiler spielten als in den vorangegangenen Partien und das wir Münchenbuchsee auch in dieser Saison eigentlich 3:0 geschlagen haben... irgendwie ;-)
 
Im Nachinein hätten wir noch während des Spiels einen Protest einlegen müssen. Da wir dies leider nicht getan haben, bleibt die zermürbende Gewissheit, dass uns an diesem Nachmittag, dank Formfehler der Unparteiischen und der Schreiber, zwei Punkte "geklaut" wurden.
 
Wir richten den Blick nach vorne und probieren die aufsteigende Tendenz auszunutzen. Der erste Sieg wird kommen, ganz bestimmt.

 

 

Nächsten Montag, 4. November 2019, spielen wir gegen den Serien-Ligameister aus Langenthal unser viertes Spiel. Um 20:30 Uhr geht's los im Altikofen. Nach drei Spielen kann mit Recht behauptet werden, dass wir jeweils vielseitiges Spektakel bieten. Komm vorbei und lass dich überraschen!

 

 

 
VBC Münchenbuchsee vs. VOPAP H2 3:2 (24:26 / 25:6 / 15:25 / 25:21 / 15:13)

 

Für VOPAP spielten:

Philipp Gerber; Dave Zimmermann; Aaron Friedli; Dominic Schmutz; Dennie Schulz; Joel Perret; Timo Rieder (Libero); Christian Cataldi (Captain); Joel Schöni; Marcel Koller; Patrick Salonen

 

es fehlten: Yves Leu

 

Coach: Christian Cataldi, Dave Zimmermann