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Herren 2 startet nach Tiefschlaf mit Sieg ins neue Jahrzehnt!

Salonen Patrick 08.01.2020

Das Herren 2. Liga-Team gewinnt die Neuauflage des letzten Spiels, nach schwachem Start mit 3:1 (18:25; 25:21; 25:18; 25:23) auswärts gegen das Regiovolley-Team. Somit macht das Team einen weiteren Schritt Richtung vorzeitigem Liga-Erhalt.

 

Im letzten Spiel des letzten Jahrzehnts schlugen wir das Regiovolley-Team klar mit 3:0. Da dies ein Cup-Spiel war, wollte es der Zufall, dass wir gleich im ersten Spiel des neuen Jahrzehnts wieder auf den selben Gegner trafen. Diesmal allerdings auswärts im tiefsten Emmental. Dank des tropischen Winters in der Schweiz war die Lawinengefahr in besagtem Gebiet zu vernachlässigen, was aber nicht bedeutete dass wir ohne Pannen am Spielort ankamen. Am Spielort angekommen klingelte das Telefon, und der Blick aufs Display liess den Schreiberling zusammenzucken. Wenn Coach Zimmermann anruft hat dies was zu bedeuten... Und tatsächlich stand Schmutz mit einem Teil der Mannschaft im Wald und versuchte einen platten Reifen zu wechseln. Glücklicherweise war das Malheur nicht weit weg von der Halle passiert, so dass sich die betroffenen Spieler erstmal in ein anderes Auto quetschten und das Pannenfahrzeug im Wald stehen liessen.
 
Somit war während des Einwärmens für Gesprächsstoff gesorgt. Nach mehr oder weniger erfolgreichem Einshmashen war die letzte Ansprache von Zimmermann vor dem Spiel fällig. Danach war allen klar, dass wir druckvoll beginnen wollten und die drei Punkte mit nach Hause nehmen würden, was zur Folge hätte, dass wir uns etwas von der heiklen Zone der Tabelle absetzen könnten. So klar dies allen schien, so bescheiden vermochten wir dies auf dem Feld zu zeigen. Völlig im "Geben ist seeliger denn nehmen"-Modus liessen wir den Gegner gewähren. Ja wir bauten sie regelrecht auf. 18:25 war das verdiente Ergebnis nach 18 Minuten Tiefschlaf.
 
Zugegeben, etwas bedrückt war die Stimmung in der Satzpause schon. Zuversichtlich stimmte, dass wir bis dahin noch nicht einmal versucht hatten Volleyball zu spielen. Wenn wir nun auch die selbe Sportart ausüben würden wie die auf der anderen Netzseite bestand Hoffnung. Und die Hoffnung wurde durch einige gute Aktionen gleich zu Beginn des zweiten Satzes genährt. Gute Services brachten den Gegner nun des öfteren in Bedrängnis. So dass wir uns einen komfortablen Vorsprung herausspielen konnten. Und mit dem Vorsprung kam die zu Beginn des Spiels vermisste Sicherheit zurück, was sich vor allem in deutlich präziseren Annahmen widerspiegelte. Somit war auch das winzige Loch gegen Ende des Satzes nicht weiter erwähnenswert. Mit 25:21 konnten wir ausgleichen.
 
Verglichen mit der Satzpause zuvor war man sich nun sicher, dass jeder Spieler geistig in der selben Halle stand. Mit dieser Gewissheit gingen wir selbstsicher in Satz drei. Dies zeigte sich dann auch bald auf der Anzeigetafel. Beim zweiten Timeout des Regiovolleys waren wir mit 12:5 schon deutlich in front. Nach einer erfolgreichen Passeurfinte, welche nie einen Punkt geben wird (O-Ton Zimmermann), übernahm Koller den Posten zwei Punkte nach der Auszeit. Wir spielten unsere spielerische Überlegenheit in diesem Satz nun auch endlich aus, was mit dem deutlichen 25:18-Satzgewinn belohnt wurde.
 
"Der Gegner dürfte sich noch nicht geschlagen geben" war das Fazit nach dem Pausentee. Und so spielten wir konzentriert weiter. Mit bestechender Sicherheit in Annahme und Angriff waren wir schon bald wieder auf Siegeskurs. Beim Stand von 14:7 übernahm Gerber den Platz von Zimmermann auf der Aussenposition. Würde sich der Tausch bester Angriffspieler gegen besten Annahmespieler auszahlen? Schwer zu sagen, da wir fortan nicht an schlechteren Annahmen scheiterten, sondern uns das Leben mit unnötigen Servicefehlern schwer machten. So brauchte es eine kurze Ansprache von Captain Cataldi an der Seitenlinie um unsere Service-Leistung kurz neu zu eichen. Das bisschen Tempo rausnehmen auf unserer Seite liess den Gegner aber wieder aufblühen, und aus dem klaren Satz wurde plötzlich wieder eine Zitterpartie. Und so standen wir beim Stand von 24:23 wieder an der Seitenlinie um das Projekt Matchball zu diskutieren. Zimmermann war sich sicher, dass der Service des Gegners nicht zu viel Risiko haben würde, und er sollte recht behalten. Wieder auf dem Feld flog der Service deutlich über unsere Köpfe hinweg ins Aus. Mit 25:23 war auch dieser Satz im Trockenen!
 

 
Nach dem Katastrophenstart, bei welchem sich kein Spieler auf VOPAP-Seite annähernd in gewohntem Tempo bewegte, kam die Leistungssteigerung zum richtigen Zeitpunkt. So kämpfen wir uns mit drei enorm wichtigen Punkten auf den vierten Tabellenplatz vor. Erfreulich war gestern sicher, dass wir auch in engen Situationen zum Schluss ohne Spielerwechsel durchkamen. Ein Umstand welcher zu Beginn der Saison kaum möglich gewesen wäre und zeigt, dass sich das Team in die richtige Richtung steigern konnte.

 

 

Am Montag, 13. Januar 2020 kommt es um 20:30 Uhr im Altikofen zum Aufeinandertreffen mit dem zweitplatzierten VBC Münchenbuchsee. Nach dem etwas speziellen Hinspiel (siehe Matchbericht) haben wir da sicherlich noch eine Rechnung offen! 

 

 

 
Regiovolleyteam vs. VOPAP H2 1:3 (25:18 / 21:25 / 18:25 / 23:25)

 

Für VOPAP spielten:

Philipp Gerber; Dave Zimmermann; Aaron Friedli; Dominic Schmutz; Dennie Schulz; Joel Perret; Joel Schöni; Timo Rieder (Libero); Christian Cataldi (Captain); Marcel Koller; Patrick Salonen

 

es fehlten: Yves Leu

 

Coach: Dave Zimmermann