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Cup beendet bevor er richtig begonnen hat...

Nach nur kurzer Erholungszeit spielte das Herren-Zweitliga-Team seine erste Cuppartie gegen den letztjährigen Cupsieger VBC Münchenbuchsee. Mit 0:3 (17:25; 16:25; 21:25) verlor man das Spiel sang und klanglos und schied aus dem diesjährigen Regio-Cup aus.

Nach der Reise ins Oberland stand am Sonntag unsere erste Partie im diesjährigen Cup an. Das Schicksal meinte es mit den Zuschauern besser als mit uns. Sie konnten sich bei der Final-Reprise auf zwei der stärksten Teams im Cup freuen. Auf unserer Seite, wie wohl auch auf Seiten der Gäste hatte man sicher auf einen sanfteren Einstieg in den Cup-Bewerb gehofft. Mit Schöni stand uns nun auch unser zweiter Libero wieder zur Verfügung, so dass wir erstmals mit 13 Spielern auflaufen konnten.

Die knapp 24 Stunden Erholungszeit schienen vor allem bei den routinierteren Spielern in unseren Reihen etwas kurz. Wir hatten aber viel Zeit zum Aufwärmen, was sicherlich nicht schädlich war. Voller Vorfreude auf das Spiel begannen wir mit dem Aufwärmprogramm. Coach Brütsch setzte zu Beginn auf Routine. Mit Gerber, Salonen und Weber standen doch auch Spieler auf dem Feld, welche den Jahrtausendwechsel schon bewusst miterlebt hatten. Um das Positive hervorzuheben, bis zum Spielstand von 5:5 waren wir ebenbürtig. Danach schaltete Münchenbuchsee aber einen Gang hoch und wir konnten mit ihrer Pace nicht ansatzweise mitgehen. Nicht dass wir völlig schlecht gespielt hätten, aber selbst gut geschlagene Angriffsbälle wurden auf der Gegenseite entschärft, und so machten wir einfach kaum Punkte. Auch die Wechsel von Schopfer für Weber (11:17) und der Doppelwechsel Pass/Dia (Hnatyshyn, Winkelmann für Salonen, Gerber) beim Stand von 14:22 brachten kaum Besserung. Wir verloren den Satz klar mit 17:25.

Die Ratlosigkeit war in den Gesichtern abzulesen. Wie geschrieben – wir spielten sicherlich nicht schlecht, aber hatten keinen Zugang zum Spiel gefunden. Wer nun eine deutliche Reaktion erwartet, kann den Spielbericht hier verlassen und sich den Weihnachtseinkäufen widmen. Wir konnten in diesem Satz bis zum 9:9 mithalten, danach dieselbe Leier. Egal was wir versuchten, die Gäste hatten die passende Antwort bereit. Mit 16:25 war auch in diesem Satz gar nichts zu holen.
 
Die Chance dass die Gäste nun plötzlich völlig auseinanderfallen würden war als gering einzustufen. Nichtsdestotrotz wollten wir ihnen den Einzug in die nächste Runde nicht gänzlich schenken. Gerber nun wieder auf der Dia-Position stemmte sich mit Gewalt dagegen. Und ja, wir hatten nun auch den einen oder anderen Erfolg im Angriff zu verbuchen. Leider waren es aber immer noch zu viele Erfolge auf der Gegenseite, so dass – wenn auch knapper – das Pendel klar für die Gäste schwang. Beim Stand von 13:14 zwangen wir sie zumindest zum einzigen Timeout an diesem Nachmittag. Mit 21:25 mussten wir aber auch diesen Satz abgeben. Somit endet der Cup für uns schon in diesem Jahr.
  
Was soll man dazu schreiben? Ausser vielleicht «Herzliche Gratulation VBC Münchenbuchsee!» Wir müssen neidlos anerkennen, dass die Gäste gestern das klar bessere Team waren. Wir hätten eine absolute Top-Leistung gebraucht, damit das Spiel knapp geworden wäre. Bei uns waren aber zu viele Spieler körperlich nicht in absoluter Top-Verfassung.

Wir können uns nach den Feiertagen somit vollkommen auf die Meisterschaft konzentrieren. Rückblickend war das Jahr 2025 mit dem Ligameister-Titel und der Cupfinal-Teilnahme sicherlich ein sehr gutes Jahr für unser Team. Auch der notwendige Umbruch, welcher im Sommer eingeläutet wurde, scheint langsam, aber sicher auf gutem Weg zu sein. 

Volley Hollywood Papiermühle wünscht allen LeserInnen frohe Festtage und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir sehen uns im 2026!


 

 

VOPAP H2 vs. VBC Münchenbuchsee (b) 0:3 (17:25 / 16:25 / 21:25)

 

Für VOPAP spielten:

Martin Weber (Captain); Marco Schopfer; Jan Baggiolini; Abdulrauf Gunesh; Damian Baumgartner; Laurent Etienne; Jari Baumann; Philipp Gerber; Jan Winkelmann; Ruslan Hnatyschin; Patrick Salonen; Levi Martin (Libero); Joel Schöni (Libero)

es fehlten: Liridon Berisha (verletzt) 

 

Coach: Laurent Brütsch